Zentrum Leuenmatt – Bellach

Von links: Alexander Zimmer, Jurymitglied; Karin Fiechter-Jäggi, Jurymitglied; Pascal Hilpert, Geschäftsführer Zentrum Leuenmatt; Karin Stoop, Jurymitglied

Wer Geschäftsführer Pascal Hilpert fragt, warum sich das Zentrum Leumatt für die Eingliederung von beeinträchtigten Menschen in seinen Betrieb einsetzt, muss er nicht lange überlegen: "Viele würden fragen, warum? Wir fragen, warum nicht? Wir machen’s einfach!"

Eine sympathische Losung, fand auch die Jury für den Solothurner Sozialpreis 2019 und hat das Alters- und Pflegeheim in Bellach nominiert. Seit 2010 arbeitet die Institution mit der Stiftung Hohenlinde zusammen und bietet deren Schüler*innen einen Arbeitsplatz im Betrieb. Eine Zusammenarbeit, die für beide Seiten einen Gewinn darstellt, ist Hilpert überzeugt: "Aufgrund der positiven Erfahrungen, stellen wir gerne auch Personen ein, die von der IV-Stelle oder HEKS vermittelt wurden."

Es war dann auch die IV-Stelle des Kantons Solothurn, die das Zentrum Leumatt auf die Ausschreibung zum diesjährigen Sozialpreis aufmerksam gemacht hat. Als privatwirtschaftliches Unternehmen stehe natürlich der effiziente und geregelte Betrieb im Vordergrund, aber: "Wir haben durchaus auch einen sozialen Auftrag, der über diese Aufgabe hinausgeht."

Für Pascal Hilpert ist klar, dass die Eingliederung nicht immer reibungslos ablaufen kann: "Es gibt Personen, für die der Arbeitsplatz im Zentrum nicht der Richtige ist. Das zeigt sich dann beispielsweise im Umgang mit den Bewohnerinnen und Bewohnern." Aber in den meisten Fällen sei das alles kein Problem, kleine Fehler oder Verzögerungen merzt man in Teamarbeit aus. Darum ermuntert Hilpert auch andere Unternehmen, vermehrt die Zusammenarbeit mit beeinträchtigten Menschen zu suchen. "Die Arbeit mit beeinträchtigten Personen ist eine Bereicherung. Von den Begegnungen und Gesprächen profitieren alle!"